Heute vor einem Jahr …

… gab ich meinen ersten Workshop, damals noch in Begleitung als 1 Tages Workshop ausgearbeitet. Wie es dazu kam, ereignete sich durch einen Workshop, den ich mit einem Freund gemeinsam zuvor im Herbst 2015 für Abuna Semai organisierte und bei dem ich selber noch als Teilnehmer, still und unscheinbar mitwirkte ohne es zu wissen. Wir bekamen am Ende des Workshops überraschenderweise und unerwartet Spenden für die Organisation. Einer der Teilnehmer fragte mich am zweiten Tag, während einer Pause, was ich so mache. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, sagte er zu mir: „Du hast soviel Präsenz und Wissen, damit kannst du vor Leute gehen und einfach loslegen.“ – „Ich?!“ ? das war bis dahin mal so gar nicht meins, vor Leute treten und dann auch noch reden. Vorträge in der Schule habe ich gehasst. Ich habe während meiner Schulzeit Theater gespielt, als Solist vor einem Chor gesungen, mir war das Bühnenleben nicht fremd und doch immer etwas unbehaglich, denn jetzt sollte es um etwas weitaus größeres gehen: das Leben nämlich und das womit wir uns im Alltag die ganze Zeit schwer tun – Ich sein, sich selbst lieben und das Leben genießen, nicht mal nur ne Stunde am Abend, sondern rund um die Uhr. Eine Handvoll Menschen sah in mir mehr als ich in dem Moment zu wissen fähig war, ich konnte es jedoch spüren, da ich mich spüren konnte und wusste wovon sie reden, nämlich von meinem Herzen. Auf mein Herz gehört habe ich schon immer, nur war mir nie bewusst, was ich da im Grunde lebe. Jeder Mensch kann immer nur von sich ausgehen, hat (s)einen beschränkten Horizont, der sich erweitern lässt, so wie seine Perspektive, die wechseln kann – wenn es gewollt ist. Ich stand am Rande von Nichts und hatte zu dieser Zeit viele wundervolle Begegnungen und jeder einzelne zeigte mir ganz wunderbare Seiten in mir, denen ich mich endlich annehmen konnte.

Die vergangenen 3 Jahre davor war ich mit meiner Tochter seit der Geburt Zuhause. Ich habe das Glück meiner Tochter zu ermöglichen bei mir zu bleiben, sie so natürlich wie möglich aufwachsen zu lassen und suchte 3 Jahre lang nach einer Möglichkeit dies über die Jahre hinaus fortzuführen, mit einer Tätigkeit, die ich „von Zuhause“ aus mache. Ich suchte, hoffte, wünschte mir dies vergebens, bis zu dem Zeitpunkt als ich am Rande von Nichts stand und mich fallen ließ. Ich tauchte ein in das Nichts und wurde eins mit allem, Gedanken und Emotionen, die vielen Ängsten zu Grunde lagen, zeigten sich. Sie waren in der Lage, mich davon abzuhalten, was ich wirklich vom Herzen will und entschied’ mich, mich diesen zu stellen.

Kurz darauf fragte mich ein Freund, mit dem ich oben genannten Workshop organisierte, ob ich mit ihm einen Vortrag auf Spendenbasis gebe. Ich sagte prompt „Ja“ ohne darüber nachzudenken und spürte danach sofort Bedenken und Ängste im Nacken die mich beeinflussen würden, wenn ich mich diesen nicht friedlich gestellt hätte. Und so nahm alles seinen Lauf. Ohne groß etwas zu planen rückte der Tag näher, an dem wir den Vortrag ankündigten. Ich sah mich nicht als Hauptredner und wusste überhaupt nicht was mich erwarten wird. Von den Themen kannte ich mich nicht bewusst mit allem aus und ließ dem Vortragenden das Wort, bekam aber schnell den Impuls spontan einzusetzen, und meine Erfahrungen bei zu steuern. Es ergab sich ein Gesprächsverlauf wie in einem Ping Pong Spiel, den Ball konnte immer nur einer haben und so war bereits zur ersten Pause eine große Begeisterung im Raum zu spüren, die wir ekstatisch wahrnahmen und selber vollkommen begeistern waren von dem was sich hier abspielte. Zum Ende des Tages war ersichtlich, dass die Themen Anklang im Publikum fanden, sodass von mehreren im Raum die Frage nach „Mehr“ aufkam. Die Themen, die wir theoretisch verständlich darlegen konnten, wollten praktisch erfahren werden. Da blieb mir kurz die Spucke weg, denn ich wusste, dass mein Herz sich hier begann zu öffnen für a l l e Menschen, die bereit waren in ihr Herz zu gehen und dieses zu leben. Das Wirken, welches mir einige Monate später eingegeben wurde, entfaltete sich von diesem Moment. Menschen die ich bis dahin nicht kannte, sah ich mit dem Herzen und spürte sie so, als kennen wir uns von Anbeginn der Zeit. Sobald wir uns auf Augenhöhe begegnen, verliert sich Raum und Zeit und was zählt ist nur noch das Hier und Jetzt.

  

Einen Monat später, exakt vor einem Jahr fand der erste Workshop im schönen essentis Biohotel, direkt an der Spree in Berlin statt, den ich noch in Begleitung des Freundes aus dem Vortrag gab und den wir „Liebe und ihre Ausdrucksformen“ nannten. Ich wusste nicht wohin die Reise geht, welche Menschen tatsächlich kommen werden und was passieren wird. Ich wusste nur, dass es etwas gab, was ich weitergeben darf, was tief in meinem Herzen schon immer bewusst war und gelebt wird. Sein Herz zu leben ist eine bewusste Entscheidung, die Hand in Hand geht mit dem Kopf. Mein Kopf hinkte manchmal noch etwas nach, denn mir ist noch nicht alles klar und bewusst, welchen Weg ich mir von Herzen gewählt habe. Ich bin bereit ihn zu gehen und sei es noch so ungewiss, was vom Herzen gewünscht, wird vom Herzen gegeben. Und so begegne ich immer mehr Menschen, denen es ähnlich geht, die Fragen haben und die das dahinter Wirkende erkennen und verstehen wollen.

Jeder Mensch ist auf seiner individuellen Reise zu sich selbst, die Wege und das Tempo bestimmst jeder für sich. Die Bewusstheit auf allen 3 Ebenen entspricht dem natürlichen Sein, dem Ursprung des Herzens und der wahren Natur. Alles damit Zusammenhängende finden wir in uns Selbst und jeder einzelne ist dazu fähig diesen Weg zu gehen, wenn er soweit ist.

Bewusstwerdung geschieht auf 3 Ebenen, die unser Sein ausmachen.

Wir sind nicht unsere Gedanken, aber wir haben unbewusst Gedanken.
Wir sind nicht unsere Gefühle, aber wir haben unbewusste Gefühle.
Wir sind nicht unser Körper, aber wir haben einen unbewussten Körper.

Was dich gegenwärtig auch bewegt, womit du umgeben bist oder an welchem Punkt du im Leben stehst: Es ist nie zu spät anzufangen. Der Beste Zeitpunkt dafür ist immer „Jetzt“.

„Der größte Dienst an der Menschheit ist deine eigene Erleuchtung.“
(Ramana Maharshi)

Es ist mir eine Ehre diesen Weg begleiten zu dürfen.

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