What’s in my Bag (Asien Variante)

… oder, was ich in diesem Leben noch besitze, genauer noch ge-brauche/be-nutze. Gefühlt war ich schon immer am liebsten unterwegs. Als Kind sehr viel auf Reisen mit meinem Vater in den verschiedensten Ländern, wie England, Ungarn, Tschechien, Österreich, Dänemark, Schweden, Australien. Später auch allein in England, Polen, Tschechien, Frankreich und Spanien. In den vergangenen 13 Jahren bin ich 10x umgezogen, inkl. einmal auswandern und wieder zurück. In der Zeit von 2008 bis 2012 lebte und arbeitete ich in Norwegen. Nach Außen schien dies möglicherweise nach einer wechselhaften Laune auszusehen, jedoch war ich stets meinem Gefühl gefolgt und blieb‘ mir selbst gegenüber beständig. Meiner Mutter sagte ich immer solange sich etwas für mich richtig anfühlt, gehe ich diesen Weg, die Erfahrung, die ich daraus mache, wird mich lehren und mir zeigen, ob es tatsächlich richtig gewesen war.

Ich bin überall gerne,
ob bei Sonnenschein oder Regen,
ob Norden oder Süden,
kalt oder warm…
aber am liebsten bin ich
u n t e r w e g s.
#onmyway

So war es letztendlich auch und obwohl ich nach jedem Umzug mal laut, mal leise kund tat, dass dies der letzte Umzug gewesen ist, kam bei jedem erneuten Packen eine Freude auf und zwar die des Ausmisten, Aufräumen und Loslassen von Altlasten, die ich über die Jahre immer wieder mit mir rumtrug und doch nicht nutzte. So kam es, dass ich nach Norwegen noch mit 20 Umzugskartons auswanderte, 4 Jahre später mit 10 davon wieder nach Berlin kam und beim letzten Umzug nur noch einen Karton hatte. Der letzte Auszug aus meiner Wohnung in Berlin im August 2017 war demnach auch eine Wohnungsauflösung und übrig blieb das, was ich immer bei mir trage.

Ich lebe seit knapp 2 Jahren bewusst gewählt und frei – willig reisend, komme immer wieder an die selben Orte, welche von Herzen offen stehen und wähle gegenwärtig wo ich gerne sein möchte. Meine 5 Jährige Tochter begleitet mich und lebt diese Freude in selber Weise mit. Sie ist es gewesen, die mich erst auf diesen Weg gebracht hat, ihre anhaltende Freude dabei Neues zu entdecken und das Leben mit Leichtigkeit zu nehmen, wie es ist.

Ich werde oft gefragt, wo ich her komme, wohin ich gehe, bekomme eine gute Heimreise gewünscht oder werde gefragt wo ich wohne. Die Antwort darauf ist ganz oft immer ein und die selbe: Ich bin gegenwärtig dort Zuhause, wo ich gerade bin, genauer noch, wo ich gerade stehe. „Home is where your heart is!“, die Frage beantwortet sich von selbst, sobald du erkennst, wo dein Herz wahrhaftig ist.

Ich besitze n i c h t s und fühle mich reicher denn je. Ich ge-brauche Gegenstände, weil sie mir ein Nutzen sind, solange ich sie noch brauche. Was das im Einzelnen ist, liste ich im Folgenden auf:

In einem 38 L Reiserucksack, mit dem ich als Handgepäck reise und aktuell in Asien unterwegs bin, habe ich dabei:  1 Maxirock, 1 Langarmshirt, 1 Strickjacke, 3 Tunikas, 2 Leinenkleider, 6 Trägertops, 2 Leggings, 1 kurze Hose, 1 lange Hose, 7 Unterhosen, 3 Paar Socken, 1 Paar Sandalen, 1 Meditationsschal, 1 Halstuch, 1 Bikini, 1 Fleecejacke, 1 Ultralight Waschtasche

Für meine Tochter: 4 T-Shirts, 1 Langarmshirt, 3 Kleider, 3 Leggings, 2 kurze Hose, 8 Unterhosen, 5 Paar Sneakersocken, 1 Sandalen, 1 Geox offene Halbschuhe, 1 Badehose

Außer-dem: Bose Revolve Lautsprecher, Limette, Dose, Ladegerät Zahnbürste, Vitamin D/B12
nicht im Bild, aber im Gepäck: Alva Wascherde, Haarbürste Tangleteezer 

Der Inhalt der Waschtasche enthält: 1 Holzbürste, 1 Wildschweinborstenbürste, 1 elektr. Zahnbürste, Schutzhülle, 1 Kinderzahnbürste, Schutzhülle, 1 Lavera Zahnpasta, 1 Lavera Kinder Zahnpasta, Natron, Arnica Globuli, Ohropax, Weleda Lavendelöl, Plaster, Nagelfeile, Nagelhautschieber, Pinzette, Rasierer, 2 Aufsätze, Haargummis, Spangen, thailänd. Mückenspray

In einer kleinen Handtasche, die ich im all-täglichen dabei habe, da wir wochenweise auch mal länger an einem Ort bleiben, enthält: Macbook Air 11“, Notebooktasche, iPhone 7 (nicht im Bild), div. Ladekabel, 3er USB-Ladestecker, mobiler Hotspot, Bose InEar Kopfhörer, Kindle Reader, iPod von M., Kinderkopfhörer, Geldbeutel, Brille, Etui, Pass, div. Dokumente, 2 karierte Blöcke (für Käsekästchen, Schiffe versenken), Federtasche, Taschentücher, handvoll Xucker, je 4g, Reisebesteck

Bis auf einen Karton, der bei einem Freund in Berlin steht, mit Sachen für kältere Tage und div. Dokumenten in Original, ist das alles was ich besitze/benutze und in meinem Leben habe. In einem Interview wurde ich mal gefragt, ob mir nicht irgendetwas fehlen würde, so ohne Wohnung, ohne Habseligkeiten und was wäre, wenn man mir das, was ich noch habe, nehmen würde und meine Antwort ist: Mir fehlt nichts. Ich bin im Frieden mit dem, was mir gegeben ist, denn das ist wesentlich mehr als das, was wir zu greifen haben und wird erst dann verständlich sobald wir dieses be-greifen. Wie ich dazu gekommen bin all‘ die Dinge in meinem Leben loszulassen ist ein Teil der Erkenntnisarbeit, die ich für mich in den letzten Jahren erfahren habe und auch in meinem Wirken weitergebe.

Habt ihr Fragen dazu oder wünscht euch detailreichere Informationen dazu, schreibt mir gerne, auch bzgl. bevorzugter Produkte, die ich verwende oder wo ich sie her habe. Ich bin kein Fan von Werbung machen, empfehle aber gerne, was mir dienlich ist.

Normales Haar – Natürliches Haar

Teil 1

In meinem ersten Beitrag schrieb ich über Normalität und Natürlichkeit. In den folgenden Beitrag gehe ich genauer darauf ein, wie sich das im Bezug auf normales und natürliches Haar äußert.

Vor einigen Jahren begann ich mich über verschiedene Themen zu belesen und erkannte für mich den Wahrheitsgehalt einer Sache recht schnell, ohne das in einer Weise erklären zu können. Ich fing an die Dinge zu hinterfragen, die mich umgaben und mich beeinflussten. Alles was ich bis dahin als gegeben annahm, schlich sich unbewusst in meinen Alltag und es machte den Anschein, dass es so sein muss. „Das ist eben so, war schon immer so und wird immer so sein“, sagen manche Menschen. Ich tat mich schwer damit, mich auf eine Meinung zu beschränken, denn wenn ein normales Durchschnittsleben nur eine gewisse Zeitspanne umfasst, wie kann dann davon ausgegangen werden, dass „etwas“ schon immer so war?

Ich habe mir, seit dem ich Denken konnte, meine Haare auf herkömmliche Weise gewaschen. Durchschnittlich aller 2 Tage, mit einem Shampoo meiner Wahl.

Als ich anfing etwas zu ändern, war meine Tochter 1 Jahr alt und aufgrund einer extremen Reaktion auf Wasser ihrerseits wurden ihre Haare nicht gewaschen, sondern lediglich gebürstet oder mit dem Waschlappen „abgetupft“. Noch unwissend im Bezug auf die sich zeigenden Geschehnisse und Zusammenhänge hatte ich in mir ein Urvertrauen, dass ich auch dahin kommen könnte meine Haare nicht waschen zu müssen, ohne zu wissen, wie lange dies dauern würde und welche Konsequenzen dies mit sich bringt. Von Natur aus braucht es keine Produkte oder Pflege und genau da wollte ich hin. So kam es zu dem Impuls „natürlich schöne Haare“ zu haben. Dies setzte den Grundstein für alles, was danach folgte.

Ich hatte bereits seit Absetzen der Pille, die ich bis 2010 insgesamt 11 Jahre nahm, Haarausfall bekommen, der so schlimm war, dass ich meine langen Haare abschneiden musste. Im letzten Jahr vor der Schwangerschaft erholten sich meine Haare und sie wurden wieder etwas länger, kamen aber nicht mehr bis über die Schulter. Kurz nach der Geburt meiner Tochter schien ein nicht endenwollender Haarausfall zu beginnen. Von der Haarmenge auf meinem Kopf war nach einem Jahr nur noch 1/3 vorhanden. Ich probierte im Grunde alles aus, von dem ich dachte, es könnte helfen. Ich musste dennoch meine Haare wieder kürzer schneiden, um mich wohl zu fühlen und halbwegs „normal“ auszusehen.

Meinem Gefühl vertrauend begann ich dann im Jahr 2013 damit meine Haare nicht mehr auf die herkömmliche, normale Weise zu waschen, sondern probierte Alternativen aus, von denen ich gelesen hatte. Als erstes stand die Methode mit Natron und Apfelessigspülung auf dem Plan. Ich war zunächst begeistert davon, da es funktionierte. Das erste Mal seitdem ich Denken kann wusch ich meine Haare nicht mit einem Schampoo und sie wurden trotzdem sauber. Die Begeisterung hielt nicht lange an, da das Natron zu aggressiv für meine Kopfhaut wurde, die Apfelessigspülung dagegen tat sehr gut und behielt ich noch eine Weile bei. In dem Glauben meine Haare würden ganz von alleine natürlich schön werden, nur durch weglassen der Produkte, bekam ich recht schnell die Quittung in Form von extrem trockenen Spitzen, Spliss, weiteren Haarausfall als auch Haarbruch. Ich meldete mich in einem Haarforum an und bekam mehr Informationen zu weiteren Waschmethoden. Als natürliche Pflege der trockenen Spitzen zog Kokosöl als dauerhafter Begleiter in meinen Bestand mit ein. Heilerde erwies sich zur damaligen Zeit als vollkommen unmöglich, sodass ich kurzfristig wieder zu Shampoo greifen musste, da ich die Erde nicht mehr vom Kopf bekam. Als nächstes probierte ich Roggenmehl aus, das funktionierte bislang am Besten und ich war für eine Zeit beruhigt und erleichtert, dennoch begleitete mich ein innerer Drang nicht mehr Waschen zu wollen, da das „nur Bürsten“ bei meiner Tochter wunderbar funktionierte und ich das auch für mich gerne so haben wollte. Also folgte eine Zeit von 3 Wochen in der ich nur bürstete, was überhaupt nicht funktionierte, jedoch den Abstand des Haarwaschens verlängerte. Statt jeden zweiten Tag kam ich so schon mal auf aller 4 Tage waschen und baute fortan die „Nur Bürsten“ Methode für eine gewisse Zeit mit in meinen Prozess ein. Das Waschen mit Roggenmehl war mir irgendwann lästig geworden, vor allem unterwegs, sodass ich auf eine Haarseife umstieg. Damit fuhr ich einen längeren Zeitraum, da es einfach war und ich meine Haare nur noch 1x pro Woche waschen musste. Irgendwann laß ich von der Methode, die Seife immer weniger werden zu lassen und kaufte mir ein sehr mildes Kräutershampoo aus dem Bioladen, welches ich in einer extra Flasche mit Wasser verdünnte, kurz vor dem Waschen schüttelte ich diese und wusch letztendlich nur mit dem Schaum, der sich bildete und trug diesen nur auf dem Ansatz auf. Meine Spitzen pflegte ich weiterhin mit Kokosöl und machte regelmäßig natürliche Haarkuren mit verschiedenen Hausmitteln.

Der Abstand des Waschens weitete sich auf 7-10 Tage aus und ich war zufrieden, es ging in die für mich richtige Richtung. Meine Haare sahen gepflegt aus, die Kopfhaut blieb entspannt und ich hatte im Alltag etwas mehr Zeit, da das tägliche Waschen wegblieb. Mit einem Baby im Alltag, was kein Wasser mochte, kam ich dem grundlegenden Thema Stück für Stück näher, denn es stellte sich wie bei allem auch hier raus, dass alles miteinander zusammenhängt, doch das ist eine andere Geschichte.

Nach 2 Jahren Ausprobieren begegnet mir, wie es der Zu-Fall so will, der Artikel „Die hat nix drauf!“ von Happygaia zu, in dem die Haarwaschmethode „Nur Wasser“ beschrieben stand. Ich war sofort Feuer und Flamme. Während in meinem Kopf noch die Stimme plapperte, sie noch einmal zu waschen, um wenigstens noch einmal „schöne Haare“ zu haben (Suggestion: Nur vom Waschen mit Seife hätte man schöne Haare) entschloss ich direkt damit anzufangen, da ich meine Haare bereits 7 Tage nicht mehr gewaschen hatte. Das Ergebnis war okay, wenn auch nicht erfüllend, aber gemäß dem Artikel brauchte es seine Zeit. Zu Unterstützung der Fettreduktion ist eine Zitrone hilfreich, da diese das Fett minimiert. Nach 6-8 Wochen war der Prozess durch und meine Haare waren auf einmal „naturschön“. Es brauchte nichts mehr, außer Wasser und hin und wieder den Saft einer Zitrone. Nach 2 Jahren langen Ausprobieren und einigen Zweifeln, Ängsten und Unsicherheiten weniger hatte ich den Weg zu natürlich schönen Haar erreicht.

Das dies der Anfang von mehr Themen, die aufkommen, war, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, denn Natürlichkeit in deinem Sein bringt all das zum Vorschein, was nicht natürlich ist, sprich „normal“. Es stellte sich heraus, dass all jene Dinge, die vorher normal waren, plötzlich nicht mehr gingen. Fortsetzung dazu folgt zu gegebener Zeit…

Edit: Meine Haare sind nun seit 2 Jahren naturschön, allerdings „nur“, wenn ich sie mit Wasser und Zitronensaft wasche. Bisweilen war dies für mich auch in Ordnung. Von meinem ursprünglichen Impuls gar nicht mehr zu waschen bin ich etwas abgekommen gewesen. Durch das Reisen und häufige Orte wechseln, ist mir aufgefallen das in manchen Regionen das Wasser eine andere Struktur hat und meine Haare darauf reagieren, was dazu geführt hat, dass ich sie wieder öfter gewaschen habe. Seit meiner Wohnungsauflösung in Berlin im August hat sich dies weiter verschärft, sodass ein Waschen mit Wasser und Zitrone nicht mehr ausgereicht hat. So griff ich nach beinahe 2 Jahren wieder zu einem Shampoo und empfand dies als einen Segen, da ich damit alles was an meinen Haaren „dran hing“ runter waschen konnte. Einmal im Monat nutzte ich dann Wascherde, die erstaunlich gut funktionierte und die Haare richtig sauber werden ließ. Im Kombination mit Wasser und Zitrone hatte ich damit eine neue Waschroutine, die jedoch dazu führte, dass meine Haare wieder mehr nachfetteteten.

Vor Kurzem stieß ich auf zu fallende Weise auf einen kurzen, präzisen und klaren Erfahrungsbericht von Katharina, die in einem Video von ihrer bereits 1,5 Jahren „No poo – Only Water“ Erfahrung berichtete. Es war mir eine Freude ihrer natürlichen und entspannten Weise zuzuhören.  Es gab währenddessen einen erhellender Moment, durch den ich erkannte, was ich bisweilen bei mir noch nicht beachtet hatte. Zum einen habe ich irgendwann aufgehört die Haare regelmäßig lang zu bürsten, da ich damit keine sichtliche Änderung wahrnehmen konnte. Plötzlich war dies jedoch einleuchtend für mich, dass ich es noch mal angehe und sah bereits nach einem Tag einen deutlichen Unterschied. Zum anderen hat es mir in den Haaren an Flexibilität durch ausreichend Wasser trinken gefehlt, was auch einen Beitrag für sich ist. Ich habe, wie von Katharina im Video empfohlen nun 10 Tage meine Haare nicht gewaschen gehabt, jeden Tag zweimal ordentlich gebürstet und am 8 Tag einen Wandel erlebt, dass sich die Kopfhaut und Haare von selbst regulieren, das Fett auf den Haaren wurde spürbar weniger, die Haare waren leicht, hatten keinen Geruch und die Kopfhaut war entspannt. Das erste Mal waschen nach 10 Tagen war kein dringendes Bedürfnis mehr, sondern eine Möglichkeit. Ich habe sie lediglich mit Wasser gewaschen und meine Haare sind fettfrei, fluffig und riechen ganz wunderbar natürlich. Ich bin damit noch nicht ganz durch, spüre jetzt aber, dass es sichtbar in die natürliche Richtung geht und ein gar nicht mehr Waschen immer möglicher wird.

Fortsetzung folgt…

Aktuelles Bild, nach 10 Tagen keine Haare waschen, danach nur mit Wasser. 

Mit dem was ich über diesen Prozess erkannt habe, weiß ich, dass es auch einfacher geht und nicht bei jedem so lange dauern muss. Es lohnt sich… n a t ü r  l i c h.

Dankbarkeit

Als ich den gestrigen Beitrag veröffentlicht habe, zeigte sich danach ein Gefühl, bei dem der Eindruck von Unstimmigkeit aufkam – Dankbarkeit. Diese kam nicht zu Wort in meiner Erzählung, was nicht heißt, dass es an dieser mangelt(e). Als ich zu Bett ging, kam mir in den Sinn, darüber noch ein paar Sätze zu schreiben, war in dem Moment aber zu müde, um das noch klar in Worte fassen zu können. Als ich heute Morgen wach wurde, war der Impuls aus ein paar Sätzen einen eigenen Beitrag zu verfassen.

Dankbarkeit ist eine der Grundprinzipien des Herzens, die wir jederzeit zu empfinden fähig sind, wenn wir in unserem Herzen sind und aus diesem heraus wirken und handeln. Im Herzen zu sein ist eine klare und bewusste Entscheidung, der es keiner Worte bedarf. Auch Dankbarkeit braucht keinen Ausspruch, das bedeutet, dass es trotzdem in Worten ausgedrückt werden kann. Wer Dankbarkeit spürt, ist in der Herzebene und kann dies zusätzlich noch als Worte äußern, ist aber nicht davon abhängig, da durch das Gefühl diese bereits ausgesendet wird. Worte drücken im Grunde nur aus, was deine Empfinden unterstreicht. Du kannst diesen eine Stimme geben, bereits gelebte Dankbarkeit benötigt diese jedoch nicht.

Wir sind in einer Gesellschaft groß geworden, in der es zu einem anständigen und wohl erzogenen Benehmen gehört, sich gewählt auszudrücken. Dies ist jedoch keine selbst-bestimmte und vor allem bewusste Entscheidung, sondern eine fremdbestimmte, mit Druck auferlegte Prägung, die unbewusst sich von Generation zu Generation fortführt. Bereits in der frühen Kindheit wird erwartet „Bitte!“ und „Danke!“ zu sagen und baut unweigerlich Druck auf, der unbewusst dem eigenen Verhalten dient, welches überheblich davon ausgegangen, einem Kind vorwegnimmt dies nicht aus sich selbst heraus zu entwickeln. Die Bewusstheit des Herzens ist jedem Menschen innewohnend, wie sehr sich diese jedoch ausprägt, entscheidet jeder auf seinem selbst-gewählten individuellen Weg. Alles was uns begegnet, passiert demnach aus einem bestimmten Grund. So ist jeder Moment eine Botschaft, ob du ihn wahrnimmst oder verurteilst, sagt jedes Mal etwas über dich aus, ändert aber nichts an der Sache an sich.

Ein „Bitte!“ und „Danke!“ zu er-warten, wird exakt das Gegenteil liefern. So sagt jede Erwartung etwas über den jeweiligen Moment aus, der nicht gesehen wird und du bekommst das widergespiegelt, was du gegenwärtig fähig bist dir selbst zu geben. Aus einem Mangeldenken kann keine Fülle hervorkommen, denn du bekommst immer das geliefert, wonach gefragt wurde. Die eigene Unbewusstheit versucht geschickt dies als nicht erwünscht oder danach gefragt darzustellen, um die eigene Unfähigkeit zu rechtfertigen. Ein Freund sagte mir mal: „Was du ins Universum gibst, bekommst du.“ Dankbarkeit ist nicht weit entfernt von Undankbarkeit, beides trennt im Grunde nur der Wille, welchen du im Moment zu empfinden fähig bist. Wird dir also beispielsweise Undankbarkeit durch jemanden oder etwas widergespiegelt, so richtet sich deine Reaktion auf deine eigene Verurteilung dir selbst gegenüber. Ein Spiegel ist nur ein Spiegel, der dem Erkennen des eigenen Verhaltens dient. Wenn du in deinem Badezimmer vor dem Spiegel stehst, wird dieser sich nur so zeigen, wie du hinein siehst. Mit unserer Außenwelt ist es exakt das selbe, nur wird es gerne verkannt, da die Verantwortung „leichter“ abzugeben scheint. Alles kommt jedoch solange wieder zu dir zurück, bis DU es erkannt hast. Jede noch so unbewusste Handlung wird dir in neuen Situationen wieder und wieder begegnen. In jedem allgegenwärtigen Moment entscheidest du dich auf ein Neues ob du bewusst im Herzen wahrnimmst und siehst, wie es ist, oder ob du darauf reagierst und den Kreislauf fortsetzt.

Dankbarkeit für alles zu empfinden, nicht nur die schönen Dinge, ist die natürliche Fähigkeit des Herzens, welches zum Vorschein kommt, sobald du dieses lebst. Es gibt nichts, wofür es sich nicht lohnt dankbar zu sein.

„Sei
der
Mensch,
den
du
 selber
 gern
 treffen

 würdest.“

Alles was ich gegenwärtig erlebe sind Früchte der Dankbarkeit die ich empfinde, dafür braucht es keine Worte, die ich an bestimmte Personen richte, weil sie etwas in mir gesehen haben oder mir etwas ermöglicht haben, denn der größte Schatz der die Summe aus allem bildet ist die Dankbarkeit die ich mir selber gebe.

     

Ich bin Dankbar, hier und jetzt!
Und du?

Heute vor einem Jahr …

… gab ich meinen ersten Workshop, damals noch in Begleitung als 1 Tages Workshop ausgearbeitet. Wie es dazu kam, ereignete sich durch einen Workshop, den ich mit einem Freund gemeinsam zuvor im Herbst 2015 für Abuna Semai organisierte und bei dem ich selber noch als Teilnehmer, still und unscheinbar mitwirkte ohne es zu wissen. Wir bekamen am Ende des Workshops überraschenderweise und unerwartet Spenden für die Organisation. Einer der Teilnehmer fragte mich am zweiten Tag, während einer Pause, was ich so mache. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, sagte er zu mir: „Du hast soviel Präsenz und Wissen, damit kannst du vor Leute gehen und einfach loslegen.“ – „Ich?!“ ? das war bis dahin mal so gar nicht meins, vor Leute treten und dann auch noch reden. Vorträge in der Schule habe ich gehasst. Ich habe während meiner Schulzeit Theater gespielt, als Solist vor einem Chor gesungen, mir war das Bühnenleben nicht fremd und doch immer etwas unbehaglich, denn jetzt sollte es um etwas weitaus größeres gehen: das Leben nämlich und das womit wir uns im Alltag die ganze Zeit schwer tun – Ich sein, sich selbst lieben und das Leben genießen, nicht mal nur ne Stunde am Abend, sondern rund um die Uhr. Eine Handvoll Menschen sah in mir mehr als ich in dem Moment zu wissen fähig war, ich konnte es jedoch spüren, da ich mich spüren konnte und wusste wovon sie reden, nämlich von meinem Herzen. Auf mein Herz gehört habe ich schon immer, nur war mir nie bewusst, was ich da im Grunde lebe. Jeder Mensch kann immer nur von sich ausgehen, hat (s)einen beschränkten Horizont, der sich erweitern lässt, so wie seine Perspektive, die wechseln kann – wenn es gewollt ist. Ich stand am Rande von Nichts und hatte zu dieser Zeit viele wundervolle Begegnungen und jeder einzelne zeigte mir ganz wunderbare Seiten in mir, denen ich mich endlich annehmen konnte.

Die vergangenen 3 Jahre davor war ich mit meiner Tochter seit der Geburt Zuhause. Ich habe das Glück meiner Tochter zu ermöglichen bei mir zu bleiben, sie so natürlich wie möglich aufwachsen zu lassen und suchte 3 Jahre lang nach einer Möglichkeit dies über die Jahre hinaus fortzuführen, mit einer Tätigkeit, die ich „von Zuhause“ aus mache. Ich suchte, hoffte, wünschte mir dies vergebens, bis zu dem Zeitpunkt als ich am Rande von Nichts stand und mich fallen ließ. Ich tauchte ein in das Nichts und wurde eins mit allem, Gedanken und Emotionen, die vielen Ängsten zu Grunde lagen, zeigten sich. Sie waren in der Lage, mich davon abzuhalten, was ich wirklich vom Herzen will und entschied’ mich, mich diesen zu stellen.

Kurz darauf fragte mich ein Freund, mit dem ich oben genannten Workshop organisierte, ob ich mit ihm einen Vortrag auf Spendenbasis gebe. Ich sagte prompt „Ja“ ohne darüber nachzudenken und spürte danach sofort Bedenken und Ängste im Nacken die mich beeinflussen würden, wenn ich mich diesen nicht friedlich gestellt hätte. Und so nahm alles seinen Lauf. Ohne groß etwas zu planen rückte der Tag näher, an dem wir den Vortrag ankündigten. Ich sah mich nicht als Hauptredner und wusste überhaupt nicht was mich erwarten wird. Von den Themen kannte ich mich nicht bewusst mit allem aus und ließ dem Vortragenden das Wort, bekam aber schnell den Impuls spontan einzusetzen, und meine Erfahrungen bei zu steuern. Es ergab sich ein Gesprächsverlauf wie in einem Ping Pong Spiel, den Ball konnte immer nur einer haben und so war bereits zur ersten Pause eine große Begeisterung im Raum zu spüren, die wir ekstatisch wahrnahmen und selber vollkommen begeistern waren von dem was sich hier abspielte. Zum Ende des Tages war ersichtlich, dass die Themen Anklang im Publikum fanden, sodass von mehreren im Raum die Frage nach „Mehr“ aufkam. Die Themen, die wir theoretisch verständlich darlegen konnten, wollten praktisch erfahren werden. Da blieb mir kurz die Spucke weg, denn ich wusste, dass mein Herz sich hier begann zu öffnen für a l l e Menschen, die bereit waren in ihr Herz zu gehen und dieses zu leben. Das Wirken, welches mir einige Monate später eingegeben wurde, entfaltete sich von diesem Moment. Menschen die ich bis dahin nicht kannte, sah ich mit dem Herzen und spürte sie so, als kennen wir uns von Anbeginn der Zeit. Sobald wir uns auf Augenhöhe begegnen, verliert sich Raum und Zeit und was zählt ist nur noch das Hier und Jetzt.

  

Einen Monat später, exakt vor einem Jahr fand der erste Workshop im schönen essentis Biohotel, direkt an der Spree in Berlin statt, den ich noch in Begleitung des Freundes aus dem Vortrag gab und den wir „Liebe und ihre Ausdrucksformen“ nannten. Ich wusste nicht wohin die Reise geht, welche Menschen tatsächlich kommen werden und was passieren wird. Ich wusste nur, dass es etwas gab, was ich weitergeben darf, was tief in meinem Herzen schon immer bewusst war und gelebt wird. Sein Herz zu leben ist eine bewusste Entscheidung, die Hand in Hand geht mit dem Kopf. Mein Kopf hinkte manchmal noch etwas nach, denn mir ist noch nicht alles klar und bewusst, welchen Weg ich mir von Herzen gewählt habe. Ich bin bereit ihn zu gehen und sei es noch so ungewiss, was vom Herzen gewünscht, wird vom Herzen gegeben. Und so begegne ich immer mehr Menschen, denen es ähnlich geht, die Fragen haben und die das dahinter Wirkende erkennen und verstehen wollen.

Jeder Mensch ist auf seiner individuellen Reise zu sich selbst, die Wege und das Tempo bestimmst jeder für sich. Die Bewusstheit auf allen 3 Ebenen entspricht dem natürlichen Sein, dem Ursprung des Herzens und der wahren Natur. Alles damit Zusammenhängende finden wir in uns Selbst und jeder einzelne ist dazu fähig diesen Weg zu gehen, wenn er soweit ist.

Bewusstwerdung geschieht auf 3 Ebenen, die unser Sein ausmachen.

Wir sind nicht unsere Gedanken, aber wir haben unbewusst Gedanken.
Wir sind nicht unsere Gefühle, aber wir haben unbewusste Gefühle.
Wir sind nicht unser Körper, aber wir haben einen unbewussten Körper.

Was dich gegenwärtig auch bewegt, womit du umgeben bist oder an welchem Punkt du im Leben stehst: Es ist nie zu spät anzufangen. Der Beste Zeitpunkt dafür ist immer „Jetzt“.

„Der größte Dienst an der Menschheit ist deine eigene Erleuchtung.“
(Ramana Maharshi)

Es ist mir eine Ehre diesen Weg begleiten zu dürfen.

Das Herz leben …

Wie das bei mir begann …
Jeder Mensch hat ein schlagende Herz in seiner Brust, welches dich Sekunde um Sekunde versorgt, ob du es spürst oder nicht, es hört nicht auf zu schlagen solange dein Wille geschehe. Neben diesem rein physischen Herzen haben wir noch ein Herz – das Heilige Herz (energetisch und zentriert in deiner Körpermitte neben dem physischen Herzen). Dieses ist gemeint, wenn es darum geht „auf sein Herz zu hören“ – doch wie können wir auf etwas hören, was keiner Laute bedarf?

Sein Herz zu leben bedeutet mehr, als nur darauf zu hören was es dir sagt, sondern dies zu verkörpern und dem Ausdruck zu verleihen was deinem Inneren entspricht. Wie viele wollen gerne etwas ändern, aber wissen nicht wie. Das Herz ist mehr als nur ein schönes Gefühl, denn es ist die Grundlage deines ganzen Seins. Sobald neues Leben zwischen zwei Wesen entsteht, ist es das Herz was als erstes schlägt. Sobald wir dann auf die Welt kommen, sind wir konfrontiert mit der individuellen Vielfalt, in der wir uns verlieren und wieder finden wollen, immer auf der Suche nach uns selbst. Was soweit weg scheint, liegt im Grunde ganz nah, denn Selbstfindung ist der Weg zu deinem Herzen.

Ich war schon immer rigoros im Bezug darauf meinem Gefühl zu vertrauen und tat nur Dinge, die sich für mich sinnig und stimmig angefühlten. Unbewusste Verhaltensmuster waren inklusive, aber sie wären nicht unbewusst, wäre mir klar gewesen was dabei parallel die ganze Zeit unterschwellig mit agierte. Mein Herz erkannte ich erst sehr viel später. Ich begann im Jahr 2008 einem Gefühl von Unwissenheit zu folgen, geführt durch das Herz. Ich war mitten in der Ausbildung und ging einfach nach Norwegen ohne zu wissen, wie das alles werden wird. Ich konnte die Sprache nicht, ich hatte keinen Führerschein und überhaupt, an was es alles zu denken galt, war mir nicht bewusst. Aber ich wusste, ich will das, also machte ich das einfach. Ich absolvierte ein Praktikum, beendete meine Ausbildung und wanderte schließlich ganz aus. Es gab damals viele Gegenstimmen, die mich davon abhalten hätten können, in mir war jedoch kein Halten mehr. Es war für mich damals noch ein holpriger Weg, der Fluss fand seinen Weg, aber noch mit einigen Hindernissen im Weg, die mir halfen zu erkennen, wo für mich noch Unklarheit herrschte. Auf das Herz gehört, bedeutet erstmal alles beiseite zu räumen, was sich jahrelang aufgebaut hat, bevor das reine Herz zum Vorschein kommt. Wir schleppen allerhand Altlasten mit uns herum, denn alles was wir glauben zu sein, ist im Grunde nur eine Einbildung, Verschleierung und Unkenntnis darüber, was wir in Wahrheit sind. Worte alleine können nicht ausdrücken, was das Herz ist. Der freie Wille dieses zu erfahren, reicht aus sich auf die ungewisse Reise zu seinem Selbst zu machen. Alles was dir bis dorthin begegnet, ist ein Teil von dir.

     
 

In Norwegen angekommen, begann ich Herzen im Außen sehen. Der un/bewusst selbst gewählte Weg raus aus dem Großstadttrubel und rein in die uriger Natur Norwegens wurde zu einer direkten Gegenüberstellung mit mir selbst. In vollkommener Stille und Fülle der natürlichen Umgebung kam ich mir leer und nutzlos vor, fühlte mich verloren und einsam. Mit diesen und vielen anderen Themen konfrontiert begann ich eines Tages Herzen zu sehen, überall. Im Essen, in der Natur so wie in allerlei Gegenständen. Ich begann diese mit der Kamera festzuhalten und freute mich über jedes Herz, welches seinen Weg zu mir fand. Das sich Zeigen der Herzen veränderte sich über die Zeit, meist sah ich sie unbewusst und sah keinen Zusammenhang zu dem äußeren Zeichen und meiner inneren Wahrnehmung. Für mich wurde dies zu einem Wegweiser mein Herz bewusst(er) wahrzunehmen, sodass ich Jahre später erkannte, das die Herzen im Außen mir den Weg zu meinem inneren Herzen zeigten.

Ich wollte unbedingt nach Norwegen und ich nahm einiges dafür in Kauf dies erfahren zu können. Mein Herz war dabei noch weniger aktiv als mein Kopf, der glaubte darüber zu bestimmen, was geschehen wird. Es war zerrend und kostete mich viel Kraft, da es mir sehr viele Widerstände mir selbst gegenüber aufzeigte, denen ich mir in meiner vorigen Umgebung nicht bewusst war. Wir tun ständig Dinge, die wir bewusst von Herzen gar nicht wollen, aber glauben dass das gewollt ist. Als ich Mutter wurde, sah ich öfters wieder mehr Herzen und nahm an, dass dies so sein muss, dass dieser Weg meinem Herzen entspricht, es fühlte sich jedoch unstimmig an, denn an dem Gefühl war immer etwas unsauber. Heute weiß ich, dass alles zu diesem Weg dazu gehörte, dass das Erkennen, was nicht der inneren Mitte entspringt erst von mir gesehen werden wollte.

 „Würde man öfter in sich gehen,
wäre man seltener außer sich.“
(unbekannt)

Jedes Herz gab mir die Möglichkeit in mich zu gehen und zu erkennen, dass ich gar nicht bei mir war. Je mehr ich also bei mir blieb, umso weniger Herzen sah ich im Außen. Da das Herz von da an nicht mehr sichtbar wurde, bedeutete nicht, dass es weg war – ich bewahrte es fortan und blieb bewusst bei mir, sodass es keinen Grund mehr gab „außer mir“ zu sein. Das Halten dieses Zustand gelang mir so gut, dass ich monatelang ein Hochgefühl von Liebe, Frieden und Stille empfand und sehr lange einen Einblick darin bekam wie viel Liebe wir Menschen fähig sind zu empfinden. Alles was uns begegnet ist ein Ausdruck der Liebe, wie wir diese wahrnehmen, liegt einzig und allein an der Beschaffenheit unseres Bewusstseins. Bewusstheit im gegenwärtigen Moment zeigt dir augenblicklich warum die Dinge nur so sein können, wie sie gerade sind und du erkennst deinen Anteil daran. Unbewusstheit suggeriert schlagartig eine Schuldzuweisung und Verantwortungsabgabe. Damit machen wir uns das Leben gegenseitig schwer, anstatt einfach Liebe zu leben. Verantwortung für dein Sein zu übernehmen bezieht jeden deiner Gedanken, jede Bewertung, jedes Vorurteil, Gefühle und Empfindungen und körperlichen Reaktionen mit ein.

    

Jedes Herz im Außen hat mich mir selbst ein Stück näher gebracht. Je näher ich mir selbst kam umso mehr eröffneten sich neue Wege die Liebe in allem zu sehen, anzunehmen und zu leben. Das hochfrequente Gefühl der Liebe ist immer zugänglich, wenn wir es wählen. Alles was mich gegenwärtig noch aus diesem Gefühl reißt, dem stimme ich unbewusst zu, da ich in dem Moment „außer mir“ bin und dem authentisch Ausdruck verleihe, bis ich erkenne, was in mir agiert und bewusst entscheide, dies friedvoll anzunehmen und sein zu lassen. Die Integration aller Schattenseiten ist ein innerer Prozess der augenblicklich losgeht, sobald du dich dazu entscheidest, auf dein Herz zu hören. Diese Suche ist jedem innewohnend, da alles nach Ausgleich strebt. Eine Waage kommt immer wieder in ihre Mitte, sobald wir das schwertragende Gewicht abnehmen.

Aus meiner heutigen Sicht kann ich wesentlich mehr darüber erzählen, was es bedeutet Zeichen im Außen zu sehen, zu deuten und in den direkten Zusammenhang zu bringen, mit dem was dich innerlich gerade bewegt. Wir sind nicht unsere Gedanken, Gefühle oder körperlichen Empfindungen, aber wir haben Gedanken, Gefühle und Empfindungen, die sich gegenwärtig über uns ausdrücken und einen Weg suchen sichtbar gemacht zu werden. Das Herz ist und bleibt davon unberührt, es ist hingebungsvoll und geduldig, demütig und wahrhaftig hinter allem, was wir tun. Zeichen im Außen können alles sein, entscheidend ist, ob du hinsiehst und verstehen willst.

Aus dem „Herzen sehen“ ist das „Herz leben“ geworden und so begegnen mir immer wieder Menschen, die auf der Suche zu sich selbst sind und ihr Herz spüren, jedoch das große Ganze bisher nur als Ausschnitt  wahrnehmen können. Vor Beginn einer größeren Reise im Frühjahr 2015 bekam ich das Wirken der „Mutter der Herzen“ eingegeben und begleite seither diesen Weg hier auf Erden, für jeden, der danach fragt. Geh ich in mein Herz und zentriere mich aus der Mitte heraus in jedem Moment bei allem was mich umgibt, ist diese Liebe unmittelbar spürbar und wirkt harmonisierend. Jedes Herz ist für den anderen spürbar, je reiner und friedvoller es ist. Wir sind natürliche Wesen, die immer miteinander verbunden sind und diese Verbundenheit vermeintlich im Außen suchen, weil wir den Zugang zu unserem Inneren verloren haben. Wenn wir uns begegnen, geht es nicht um mich als Person, sondern um das, was durch mich wirkt, wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen. Das was durch mich spricht ist fein und tiefgründig, es umfasst das Ganze und nimmt doch jedes Detail wahr.

Ich lebe mein Herz und zeige diesen Weg beispielhaft, denn mein Herz ist nicht dein Herz – und ist dennoch ein Herz. Durch meine Weise zeige ich, dass in alltäglichen Dingen eine tieferliegende Wahrheit verborgen liegt und mehr darüber verrät’ als das was wir bisher gelernt haben. Das Herz arbeitet mit dem Kopf Hand in Hand, daher wähle weise deinen Weg und nehme mit, was von Natur aus zusammengehört. Ich sehe den Weg zu sich Selbst als etwas Essentielles an, es ist der Zugang zum Raum aller Möglichkeiten. Betrachten wir die Dinge ganzheitlich, bringen wie sie wieder in ihren natürlichen Ursprung.

#lebedeinherz #bewusstliebesein

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Alles ganz natürlich…

Wir leben in einer Gesellschaft in der es gewisse Normen gibt. Wir tun Dinge, weil sie normal sind und weil sie jeder so macht. Kommt es zu einer Abweichung der Normalität heißt es von allen Seiten „Das ist aber nicht normal.“ – Gut! Was ist denn normal und was ist daran so schlimm, wenn etwas ‚nicht normal‘ ist?

„Etwas ist solange ‚nicht normal‘, bis es soviele Menschen gleichzeitig tun und es zur Norm wird.“

Normal sind alle Dinge, die wir hinnehmen ohne zu hinterfragen, ob diese richtig oder falsch sind. Da jeder eine andere Definition dessen besitzt, was für ihn richtig oder falsch ist, kann es genauso auch Abweichungen geben, von dem was normal ist. Was für den einen gut ist, kann für jemand anderes schlecht sein.

„Mir wurde schon oft gesagt, dass ich anders, also n i c h t normal sei. Ja, pflege ich zu sagen, ‚ich passe halt nur in die Norm, die ich selber gemacht habe.‘ … Neue Dinge sind immer anders, weil sie das Alte auf den Kopf stellen, aber nur solange bis sie allgemein als richtig anerkannt werden.“ (Walter Schaube)

Nach meiner Erfahrung ist richtig keine Definitionssache, sondern entspricht dem, was für dich richtig ist. Es gibt jedoch eine Wahrheit jenseits von richtig und falsch und die erfüllt ihren Zweck und zwar den, den die Natur für uns vorgesehen hat. Ich halte mich gerne an die Formulierung, dass dieses oder jenes nicht natürlich ist und nicht dem entspricht, was ich als wahr erachte. Und dann entscheide ich für mich, was ich tun kann. Wir bekommen in unserer Gesellschaft oft Bedingungen auferlegt, denen wir uns blind fügen ohne zu hinterfragen, ob es nötig ist, diesen nachzugehen oder ob es auch eine andere Möglichkeit gibt. Gerne wird aber vorschnell ge-/verurteilt – und genau da fängt hinterfragen an. Die Dinge so (an)nehmen wie sie sind, aber hinterfragen ohne Wertung. Du kannst dir ein Urteil erlauben, wenn du hinter den Vorhang gesehen hast und die Zusammenhänge verstanden hast.

Zu diesem Thema hatte ein Freund vor kurzem eine Eingebung:
 

„Die Norm ist der Versuch die Natürlichkeit zu ersetzen.“

Ein Versuch ist jedoch nur ein Versuch, wie ein Probelauf, da er nicht zum gewünschten Ergebnis führen kann. Etwas wahrhaftig zu erreichen gilt es auch zu machen. „Machen ist wie wollen, nur krasser!“ Das was uns als normal verkauft wird, entspricht meistens nicht unserer wahren Natur, welche wir zu großen Teilen unbewusst deckeln, und nicht mehr greifen können. Es sind gemischte Gefühle die aufkommen, sobald etwas gegen unserer Natürlichkeit getan wird. Je bewusster ein Mensch ist, sich selbst wahrnimmt und unterscheiden kann, woher jene Gedanken und Empfindungen kommen, umso einfacher ist es zu differenzieren, was wahrhaftig natürlich ist und was nur dem Anschein macht, dass es natürlich sein könnte. Es wird gerne als normal ausgelegt, weil es bereits eine gewisse Mehrheit bereits so tut.

Unwissend in der Masse „mit zu schwimmen“ kann dich auf einen Abgrund zusteuern lassen. Die Verantwortung dafür trägst dennoch du allein. Es ist ein Irrglaube, dass das was alle machen, der richtige Weg ist ohne zu wissen auf welcher Welle du mitgetragen wirst. Lerne zu unterscheiden was selbstbestimmt und fremdbestimmt bedeutet. Den meisten Menschen bleibt es bereits in der früheren Kindheit verwehrt selbstbestimmt aufzuwachsen, dies ist keine böswillige Absicht der Eltern, sondern resultiert aus einer über Generationen weitergetragenen Unwissenheit. Diese gilt es zu durchbrechen, was ein tiefergehendes Aufräumen mit sich bringt. Es gilt zu hinterfragen, was für dich das Richtige ist, nicht für andere. Du lebst dein Leben und jeder Rat, sei er auch noch so gut gemeint, ist etwas was du umsetzt und für dich lebst, nicht der Ratgebende. Ob etwas normal oder natürlich ist, ist bereits gegeben, doch du entscheidest dich für den Weg, der sich für dich richtig anfühlt, das kann heute so sein, morgen schon ganz anders. Einmal angefangen die Dinge zu hinterfragen führt dich unweigerlich auf den Weg zu dir selbst und damit auch zurück zum Ursprung der Natürlichkeit. Jeder Mensch hat jedoch einen freien Willen und dieser äußert sich unter anderem für die Tatsache das Menschen sich dafür entscheiden gegen ihre wahre Natur leben zu können. Zu Erkennen was der Wahrheit entspricht entscheidet jeder in seinem individuellen Sein, denn du kannst nicht nicht du Selbst sein. Früher oder später eckt jeder an den auferlegten Normen an und steht erneut vor der Wahl seine wahre Natur zu erkennen und dem Fluss der Liebe zu folgen oder den Weg der Norm fortzuführen.

Ich danke meiner Mutter, die mir den Anlass gab diesen Artikel zu schreiben, da ich bereits als Kind öfters zu verstehen gab, dass das was wir tun, nicht natürlich ist. Als ich selber Mutter wurde und entgegen aller Erwartungen genau das Gegenteil von dem tat, wie das normaler Weise mit einem Baby gehandhabt wird – bekam ich des öfteren von ihr den Satz zu hören: „Wir leben aber nicht IN der Natur.“ Damit hat sie sogar Recht, hielt mich dennoch nicht davon ab, den für mich natürlichen Weg einzuschlagen. Nämlich den zu meiner wahren Natur, meinem wahren Selbst. Dieses entdeckt, eröffnete sich eine vollkommen neue Welt. Durch diese werde ich euch mit diesem Blog begleiten und ihr seid herzlich dazu eingeladen ein Stück mitzukommen, Fragen zu stellen, kritisch zu hinterfragen, neugierig zu sein, sich zu wundern und selber aktiv zu werden.

Jedoch glaube nichts von dem was ich erzähle,
mache es dir selber erfahrbar, denn nur dann weißt du.